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Verschuldungsgrad

Das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital eines Unternehmens.

Kurz erklärt

Stand: 8. Oktober 2026

Der Verschuldungsgrad teilt die Schulden eines Unternehmens durch sein Eigenkapital. Bei 6 Mrd. € Schulden und 4 Mrd. € Eigenkapital liegt er bei 150 %. Ein hoher Wert kann in guten Zeiten die Rendite steigern, macht ein Unternehmen aber anfälliger für steigende Zinsen und Krisen. Was normal ist, hängt stark von der Branche ab.

Der Verschuldungsgrad teilt das Fremdkapital, also die Schulden, durch das Eigenkapital. Er zeigt, wie stark ein Unternehmen mit geliehenem Geld arbeitet. Das Gegenstück ist die Eigenkapitalquote.

Schulden wirken wie ein Hebel: In guten Zeiten steigern sie die Rendite auf das Eigenkapital, in schlechten Zeiten drücken Zinsen und Tilgung. Steigen die Zinsen, wird Verschuldung teurer, etwa wenn alte Anleihen zu höheren Zinsen neu finanziert werden müssen. Was normal ist, hängt stark von der Branche ab: Versorger und Immobilienfirmen arbeiten traditionell mit mehr Schulden als Softwarefirmen.

Beispiel: 6 Mrd. € Schulden, 4 Mrd. € Eigenkapital. Der Verschuldungsgrad beträgt 150 %. Für jeden Euro Eigenkapital stehen 1,50 € Schulden in der Bilanz.

Stand: 8. Oktober 2026 · Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung.