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Leitzins

Der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen oder dort anlegen, Hebel der Geldpolitik.

Kurz erklärt

Stand: 8. Oktober 2026

Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen oder dort anlegen. Im Euroraum legt ihn die EZB fest, um die Inflation bei 2 % zu halten. Nach Erhöhungen im Juni und September 2026 liegt der Einlagensatz seit 16. September 2026 bei 2,50 % (Stand Oktober 2026). Steigt der Leitzins, steigen meist auch Tagesgeldzinsen.

Mit dem Leitzins steuert die Europäische Zentralbank (EZB) die Geldpolitik im Euroraum. Ihr Ziel ist eine Inflation von 2 %. Steigen die Preise zu stark, erhöht sie die Zinsen, damit Kredite teurer werden. Ist die Wirtschaft schwach, senkt sie sie.

Es gibt drei Leitzinsen. Am wichtigsten für Sparer ist der Einlagensatz, der Zins, den Banken für Geld bei der EZB bekommen. Nach zwei Erhöhungen 2026 liegt er seit 16. September 2026 bei 2,50 %, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,65 % (Stand Oktober 2026). Die EZB entscheidet etwa alle sechs Wochen neu.

Beispiel: Hebt die EZB den Leitzins, steigen meist bald die Zinsen für Tagesgeld und neue Anleihen. Für Aktien kann das Gegenwind bedeuten, weil sichere Zinsen attraktiver werden. Mehr dazu im Thema Tagesgeld oder ETF.

Quellen

Stand: 8. Oktober 2026 · Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung.