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Tagesgeld oder ETF? Was die Zahlen seit 2003 wirklich zeigen

Tagesgeld ist sicher, ein ETF bringt mehr Rendite, heißt es. Wir haben mit echten Bundesbank-Zinsen jeden Monat seit Dezember 2003 nachgerechnet: Sparplan auf Tagesgeld gegen DAX und MSCI World, vor und nach Inflation.

Stand der Dinge: Nachgerechnet bis Oktober 2026: Zinsen der Bundesbank bis August 2026, Verbraucherpreise bis September 2026. Vergangene Entwicklung ist keine Prognose.

Kurz erklärt

Stand: 8. Oktober 2026

Beides, aber für verschiedene Aufgaben. Für den Notgroschen und Geld, das du in den nächsten Jahren brauchst, ist Tagesgeld richtig. Für lange Zeiträume lag der ETF-Sparplan vorn: Seit Dezember 2003 schlug ein ETF-Sparplan auf DAX wie MSCI World das Tagesgeld in allen 10-Jahres-Zeiträumen. Kurzfristig kann ein ETF dagegen deutlich im Minus stehen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Datenbasis
Durchschnittszins für täglich fällige Einlagen privater Haushalte (Bundesbank, MFI-Zinsstatistik), DAX (mit Dividenden), MSCI World in Euro (ohne Dividenden), Verbraucherpreisindex; Dezember 2003 bis Oktober 2026
100 € im Monat seit Oktober 2016
eingezahlt 12.000 €; Tagesgeld 12.183 €, DAX 20.455 €, MSCI World 22.674 €
Kaufkraft halten hätte gekostet
14.159 € (Inflation 2,8 % pro Jahr seit Oktober 2016)
Sparplan über 10 Jahre
DAX vor Tagesgeld in allen 10-Jahres-Zeiträumen, MSCI World in allen 10-Jahres-Zeiträumen
Sparplan über 5 Jahre
DAX vor Tagesgeld in 87 % der 5-Jahres-Zeiträume, MSCI World in 86 % der 5-Jahres-Zeiträume
Tagesgeld nach Inflation
Kaufkraft verloren in allen 10-Jahres-Zeiträumen; typisch -1,1 % pro Jahr
Größter Einbruch
DAX: -52,4 % von Dezember 2007 bis Februar 2009, wieder auf dem alten Stand im Mai 2013; MSCI World: -50,7 % von Mai 2007 bis Februar 2009, wieder auf dem alten Stand im Dezember 2013
Durchschnittszins Tagesgeld
höchstens 2,1 % (Oktober 2008), zuletzt 0,5 % (August 2026); 80 Monate unter 0,1 % (Juni 2016 bis Januar 2023)
Einlagensicherung
100.000 € pro Person und Bank (§ 8 Einlagensicherungsgesetz)
Nicht berücksichtigt
Steuern, Freibetrag, Depot- und Fondskosten, höhere Neukundenzinsen

Die Zahlen: Tagesgeld gegen DAX und MSCI World

Tagesgeld zum Durchschnittszins der Bundesbank, DAX und MSCI World in Euro, jeweils als monatlicher Sparplan. Alle Werte von Dezember 2003 bis Oktober 2026, vor und nach Inflation.

100 € im Monat seit Oktober 2016

120 Monatsraten bis September 2026, zusammen 12.000 €. Wert jeweils am Monatsende, zuletzt Oktober 2026.

DAXMSCI WorldTagesgeld
November 2016Oktober 2026
Tagesgeld
Wert Oktober 2026
12.183 €
Gewinn
182,66 €
pro Jahr
0,3 %
pro Jahr nach Inflation
-2,9 %
Gewinn nach Inflation
-1.976 €
Tagesgeld, Gedankenspiel mit EZB-Zins
Wert Oktober 2026
13.139 €
Gewinn
1.139 €
pro Jahr
1,8 %
pro Jahr nach Inflation
-1,4 %
Gewinn nach Inflation
-1.020 €
DAX
Wert Oktober 2026
20.455 €
Gewinn
8.455 €
pro Jahr
10,3 %
pro Jahr nach Inflation
6,8 %
Gewinn nach Inflation
6.297 €
MSCI World
Wert Oktober 2026
22.674 €
Gewinn
10.674 €
pro Jahr
12,2 %
pro Jahr nach Inflation
8,7 %
Gewinn nach Inflation
8.516 €

Eingezahlt: 12.000 €. Um die Kaufkraft zu halten, hätten es 14.159 € sein müssen (Inflation seit Oktober 2016: 2,8 % pro Jahr). "Gewinn nach Inflation" ist der Abstand zu diesem Betrag. "Pro Jahr" ist die Sparplan-Rendite (interner Zinsfuß).

Gedankenspiel: jeden Monat der höhere Wert aus Bundesbank-Durchschnitt und EZB-Einlagenzins. Echte Bestzinsen für Neukunden lagen zeitweise noch höher.

Jeder Startmonat: Wie oft lag der ETF vorn?

Für jeden Startmonat ein Sparplan mit gleichem Betrag (z. B. 100 €), bewertet am Ende des Zeitraums. Die Zeiträume überlappen sich.

5 Jahre

215 Startmonate, Dezember 2003 bis Oktober 2021
KennzahlTagesgeldDAXMSCI World
vor Tagesgeld–87 %86 %
pro Jahr (Median)0,3 %7,7 %9,3 %
nach Inflation (Median)-1,0 %5,7 %7,1 %
Kaufkraft verloren95 %18 %14 %
weniger als eingezahlt4 %11 %13 %
schlechtester Zeitraum-0,0 % (August 2017)-13,0 % (Februar 2004)-18,6 % (Februar 2004)
Einmalanlage statt Sparplan
KennzahlTagesgeldDAXMSCI World
vor Tagesgeld–89 %77 %
pro Jahr (Median)0,3 %7,0 %9,0 %
nach Inflation (Median)-0,9 %4,7 %7,0 %
Kaufkraft verloren100 %15 %24 %
weniger als eingezahlt0 %9 %22 %
schlechtester Zeitraum0,0 % (November 2017)-4,5 % (Mai 2007)-7,1 % (Februar 2004)

10 Jahre

155 Startmonate, Dezember 2003 bis Oktober 2016
KennzahlTagesgeldDAXMSCI World
vor Tagesgeld–100 %100 %
pro Jahr (Median)0,2 %8,2 %9,3 %
nach Inflation (Median)-1,1 %6,4 %7,4 %
Kaufkraft verloren100 %1 %0 %
weniger als eingezahlt0 %0 %0 %
schlechtester Zeitraum0,0 % (Januar 2013)1,7 % (September 2012)4,7 % (Januar 2004)
Einmalanlage statt Sparplan
KennzahlTagesgeldDAXMSCI World
vor Tagesgeld–100 %100 %
pro Jahr (Median)0,3 %7,4 %8,7 %
nach Inflation (Median)-1,0 %5,5 %6,8 %
Kaufkraft verloren100 %0 %0 %
weniger als eingezahlt0 %0 %0 %
schlechtester Zeitraum0,1 % (Juni 2013)4,4 % (Juni 2007)2,6 % (Februar 2006)

15 Jahre

95 Startmonate, Dezember 2003 bis Oktober 2011
KennzahlTagesgeldDAXMSCI World
vor Tagesgeld–100 %100 %
pro Jahr (Median)0,2 %7,4 %9,2 %
nach Inflation (Median)-2,3 %5,3 %7,0 %
Kaufkraft verloren100 %0 %0 %
weniger als eingezahlt0 %0 %0 %
schlechtester Zeitraum0,1 % (Juni 2008)3,5 % (März 2005)5,0 % (März 2005)
Einmalanlage statt Sparplan
KennzahlTagesgeldDAXMSCI World
vor Tagesgeld–100 %100 %
pro Jahr (Median)0,4 %7,5 %6,3 %
nach Inflation (Median)-1,5 %5,8 %4,7 %
Kaufkraft verloren100 %0 %0 %
weniger als eingezahlt0 %0 %0 %
schlechtester Zeitraum0,2 % (Oktober 2011)2,9 % (September 2007)4,3 % (März 2005)

20 Jahre

35 Startmonate, Dezember 2003 bis Oktober 2006
KennzahlTagesgeldDAXMSCI World
vor Tagesgeld–100 %100 %
pro Jahr (Median)0,3 %8,7 %9,0 %
nach Inflation (Median)-2,1 %6,2 %6,5 %
Kaufkraft verloren100 %0 %0 %
weniger als eingezahlt0 %0 %0 %
schlechtester Zeitraum0,3 % (Oktober 2006)7,0 % (Dezember 2003)7,8 % (Dezember 2003)
Einmalanlage statt Sparplan
KennzahlTagesgeldDAXMSCI World
vor Tagesgeld–100 %100 %
pro Jahr (Median)0,6 %8,0 %6,8 %
nach Inflation (Median)-1,5 %5,9 %4,7 %
Kaufkraft verloren100 %0 %0 %
weniger als eingezahlt0 %0 %0 %
schlechtester Zeitraum0,5 % (Oktober 2006)6,9 % (März 2006)6,3 % (März 2006)

Quellen: Deutsche Bundesbank (MFI-Zinsstatistik bis August 2026, Verbraucherpreise bis September 2026), Monatsschlusskurse bis Oktober 2026 (letzter Wert: Kurs beim Datenabruf). DAX mit Dividenden, MSCI World ohne Dividenden in Euro. Ohne Kosten und Steuern. Vergangene Entwicklung ist keine Garantie. Für die letzten 2 Monate gilt der zuletzt veröffentlichte Zins.

Was die Zahlen seit 2003 zeigen

Wir haben für jeden Startmonat seit Dezember 2003 einen Sparplan simuliert: jeden Monat derselbe Betrag, entweder aufs Tagesgeld oder in den DAX oder den MSCI World. Danach vergleichen wir, was am Ende eines Zeitraums jeweils daraus geworden ist.

5 Jahre (215 Startmonate): Der DAX-Sparplan lag in 87 % der 5-Jahres-Zeiträume vor dem Tagesgeld, der MSCI-World-Sparplan in 86 % der 5-Jahres-Zeiträume. Typische Rendite pro Jahr (Median): Tagesgeld 0,3 %, DAX 7,7 %, MSCI World 9,3 %.

10 Jahre (155 Startmonate): Der DAX-Sparplan lag in allen 10-Jahres-Zeiträumen vor dem Tagesgeld, der MSCI-World-Sparplan in allen 10-Jahres-Zeiträumen. Typische Rendite pro Jahr (Median): Tagesgeld 0,2 %, DAX 8,2 %, MSCI World 9,3 %.

15 Jahre (95 Startmonate): Der DAX-Sparplan lag in allen 15-Jahres-Zeiträumen vor dem Tagesgeld, der MSCI-World-Sparplan in allen 15-Jahres-Zeiträumen. Typische Rendite pro Jahr (Median): Tagesgeld 0,2 %, DAX 7,4 %, MSCI World 9,2 %.

20 Jahre (35 Startmonate): Der DAX-Sparplan lag in allen 20-Jahres-Zeiträumen vor dem Tagesgeld, der MSCI-World-Sparplan in allen 20-Jahres-Zeiträumen. Typische Rendite pro Jahr (Median): Tagesgeld 0,3 %, DAX 8,7 %, MSCI World 9,0 %.

Je länger der Zeitraum, desto klarer das Bild. Über fünf Jahre gab es noch Phasen, in denen das Tagesgeld vorn lag. Die meisten dieser Zeiträume endeten in den Jahren 2009, 2010 und 2011. Ab zehn Jahren lag der Aktien-Sparplan in jedem einzelnen Zeitraum vorn. Der Grund ist der Zinseszins: Ein Unterschied von einigen Prozent pro Jahr wächst über die Jahre zu einem großen Abstand.

100 %

der 10-Jahres-Sparpläne seit Dezember 2003 brachten mit DAX und MSCI World mehr als Tagesgeld zum Bundesbank-Durchschnittszins.

Inflation frisst Zinsen

Seit Dezember 2003 lag der durchschnittliche Zins auf täglich fälligen Einlagen bei 0,6 % pro Jahr. Die Preise stiegen im selben Zeitraum um 2,1 % pro Jahr. Von Juni 2016 bis Januar 2023 gab es 80 Monate lang praktisch gar keine Zinsen. Das Ergebnis: Ein Tagesgeld-Sparplan verlor in allen 10-Jahres-Zeiträumen an Kaufkraft, typischerweise 1,1 % pro Jahr. In diesen Fällen hattest du am Ende also mehr Euro auf dem Konto, konntest dir davon aber weniger kaufen als mit dem eingezahlten Geld.

Ein Beispiel: Wer seit Oktober 2016 jeden Monat 100 € gespart hat, hat 12.000 € eingezahlt. Um die Kaufkraft zu halten, hätte das Konto auf 14.159 € wachsen müssen. Auf dem Tagesgeld wurden es 12.183 €. Über alle 10-Jahres-Zeiträume lag der DAX-Sparplan nach Inflation typischerweise bei 6,4 % pro Jahr, der MSCI World bei 7,4 %.

Der Preis für die Rendite: Schwankungen

Aktien sind nicht einfach "besser". Die höhere Rendite gibt es nur, weil du zwischendurch Verluste aushalten musst. Die größten Einbrüche seit Dezember 2003:

DAX: -52,4 % von Dezember 2007 bis Februar 2009, wieder auf dem alten Stand im Mai 2013.

MSCI World: -50,7 % von Mai 2007 bis Februar 2009, wieder auf dem alten Stand im Dezember 2013.

Über fünf Jahre endete ein DAX-Sparplan in 11 % der Fälle mit weniger Geld als eingezahlt, beim MSCI World in 13 %. Selbst im Beispiel seit Oktober 2016 lag der DAX-Sparplan im März 2020 zwischenzeitlich 18,1 % unter dem eingezahlten Geld. Wer genau dann verkaufen muss, macht den Verlust echt. Warum Streuung hilft und wo ihre Grenzen liegen, erklärt das Kapitel Risiko und Streuung. Was passiert, wenn du direkt vor einem Crash einsteigst, zeigt Einstieg am Allzeithoch.

Wann Tagesgeld die bessere Wahl ist

Tagesgeld ist kein schlechtes Produkt, es hat nur eine andere Aufgabe. Es ist richtig für Geld, das du jederzeit oder in absehbarer Zeit brauchst:

Notgroschen. Für kaputte Waschmaschine, Autoreparatur oder Jobwechsel. Die Verbraucherzentrale nennt als Daumenregel zwei bis drei Monatsgehälter. Wer unsicheres Einkommen hat, plant mehr ein.

Geplante Ausgaben in den nächsten Jahren. Führerschein, Umzug, Studium, Auto. Über fünf Jahre lag der DAX-Sparplan in 13 % der 5-Jahres-Zeiträume hinter dem Tagesgeld. Wenn das Geld zu einem festen Termin da sein muss, ist das Risiko zu groß.

Wenn dich Schwankungen nachts wach halten. Ein Sparplan, den du in der Krise panisch auflöst, ist schlechter als Tagesgeld.

Übrigens: Der Bundesbank-Wert ist ein Durchschnitt über alle täglich fälligen Einlagen, dazu zählen auch kaum verzinste Girokonten. Wer Zinsangebote vergleicht, bekommt meist deutlich mehr. Als Gedankenspiel haben wir mit dem höheren Wert aus Durchschnitt und EZB-Einlagenzins gerechnet: Dann wären es im Beispiel 13.139 € statt 12.183 € gewesen. Um im Beispiel mit dem DAX-Sparplan gleichzuziehen, hätte das Tagesgeld 9,6 Prozentpunkte pro Jahr mehr bringen müssen als der Durchschnitt, für den MSCI World 11,3.

Beides kombinieren

Die meisten brauchen kein Entweder-oder, sondern eine Reihenfolge:

1. Notgroschen aufs Tagesgeld. Erst wenn er steht, geht es weiter.

2. Geld mit festem Termin bleibt sicher. Was du in den nächsten Jahren brauchst, gehört nicht in Aktien.

3. Der Rest langfristig in einen breiten ETF. Mit einem monatlichen Sparplan musst du keinen Zeitpunkt wählen. Was über die Jahre zusammenkommen kann, rechnest du im Sparplan-Rechner nach.

So hast du Ruhe, wenn etwas kaputtgeht, und dein langfristiges Geld kann in einem Crash liegen bleiben, statt verkauft zu werden. Wie sich ein Einstieg in eine einzelne Aktie in der Vergangenheit entwickelt hätte, zeigt der Was-wäre-wenn-Rechner. Das ist keine Anlageberatung.

Einlagensicherung: Wie sicher ist das Geld?

Guthaben auf Tagesgeld und Girokonto ist in der EU bis 100.000 € pro Person und Bank gesetzlich geschützt. Geht die Bank pleite, zahlt die Einlagensicherung das Geld zurück. In Deutschland steht das in § 8 Einlagensicherungsgesetz, die Grundlage ist die EU-Richtlinie 2014/49/EU. Wer mehr hat, verteilt es auf mehrere Banken. Bei Banken aus anderen EU-Ländern schützt die Einlagensicherung des jeweiligen Landes.

ETF-Anteile sind keine Einlagen und fallen nicht unter diese Sicherung. Sie brauchen sie aber auch nicht auf dieselbe Weise: Das Fondsvermögen ist Sondervermögen und gehört bei einer Pleite der Fondsgesellschaft oder der Depotbank weiter den Anlegern. Gegen Kursverluste schützt das allerdings nicht. Sicherheit vor Pleite ist etwas anderes als Sicherheit vor Schwankungen.

So haben wir gerechnet: Zins der Bundesbank-Statistik pro Monat, monatlich gutgeschrieben; für die letzten 2 Monate gilt der zuletzt veröffentlichte Wert. ETF-Werte aus Monatsschlusskursen, ohne Kosten. Der DAX ist ein Performanceindex mit Dividenden. Der MSCI World ist der Kursindex in US-Dollar ohne Dividenden, umgerechnet in Euro, seine Werte sind deshalb zu niedrig. Alles vor Steuern. Die Zeiträume überlappen sich, sind also keine unabhängigen Versuche.

Häufige Fragen

Ist Tagesgeld oder ein ETF besser?

Kommt auf die Aufgabe an. Für den Notgroschen und Geld, das du bald brauchst, ist Tagesgeld besser. Für zehn Jahre und mehr lag ein ETF-Sparplan seit Dezember 2003 beim DAX in allen 10-Jahres-Zeiträumen vorn.

Lohnt sich Tagesgeld überhaupt noch?

Als Parkplatz ja. Zum Vermögensaufbau kaum: Nach Inflation verlor ein Tagesgeld-Sparplan zum Durchschnittszins in allen 10-Jahres-Zeiträumen an Kaufkraft.

Wie viel Geld sollte auf dem Tagesgeld bleiben?

Mindestens der Notgroschen. Die Verbraucherzentrale nennt zwei bis drei Monatsgehälter als Daumenregel. Dazu kommt alles, was du für geplante Ausgaben in den nächsten Jahren brauchst.

Kann ich mit einem ETF Geld verlieren?

Ja. Der DAX fiel von Dezember 2007 bis Februar 2009 um 52,4 %. Über fünf Jahre endete ein DAX-Sparplan in 11 % der Fälle mit weniger Geld als eingezahlt.

Warum ist der Bundesbank-Zins so niedrig?

Er ist der Durchschnitt aller täglich fälligen Einlagen privater Haushalte, auch auf Girokonten mit null Zinsen. Gute Tagesgeld-Angebote liegen oft darüber, besonders für Neukunden und nur für einige Monate.

Ist ein ETF bei einer Bankpleite geschützt?

ETF-Anteile sind Sondervermögen und gehören bei einer Pleite der Fondsgesellschaft oder Depotbank weiter dir. Die Einlagensicherung bis 100.000 € gilt dagegen nur für Guthaben wie Tagesgeld.

Sparplan oder Einmalanlage im ETF?

Über zehn Jahre lag auch die Einmalanlage im DAX in allen 10-Jahres-Zeiträumen vor dem Tagesgeld. Über zwanzig Jahre lag der DAX-Sparplan in allen 20-Jahres-Zeiträumen vorn. Der Sparplan verteilt das Risiko eines schlechten Einstiegs.

Quellen

Stand: 8. Oktober 2026 · Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung.