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Streubesitz (Free Float)

Der Anteil der Aktien eines Unternehmens, der frei an der Börse gehandelt wird und nicht in festen Händen liegt.

Kurz erklärt

Stand: 8. Oktober 2026

Streubesitz (Free Float) ist der Anteil der Aktien, der frei an der Börse gehandelt wird und nicht dauerhaft bei Großaktionären wie Gründerfamilien oder dem Staat liegt. Indizes wie der DAX gewichten Unternehmen nach dem Börsenwert dieses Streubesitzes. Ein kleiner Streubesitz kann zudem zu stärkeren Kursschwankungen führen.

Zum Streubesitz zählen alle Aktien, die nicht von Großaktionären dauerhaft gehalten werden. Gründerfamilien, der Staat oder strategische Investoren mit großen Paketen fallen meist heraus.

Der Streubesitz ist wichtig, weil Indizes wie der DAX oder der MDAX Unternehmen nach dem Börsenwert ihrer frei handelbaren Aktien gewichten. Eine Firma mit großem Familienanteil zählt im Index also weniger, als ihre gesamte Marktkapitalisierung vermuten lässt. Ein kleiner Streubesitz kann außerdem zu stärkeren Kurssprüngen führen.

Beispiel: Ein Unternehmen ist 20 Mrd. € wert, eine Familie hält 60 % der Aktien. Der Streubesitz beträgt 40 %, für die Indexgewichtung zählen nur 8 Mrd. €. Wie Indizes funktionieren, erklärt das Kapitel ETF oder Einzelaktie.

Quellen

Stand: 8. Oktober 2026 · Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung.