KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis)
Eine Kennzahl, die den Börsenwert eines Unternehmens mit seinem bilanziellen Eigenkapital vergleicht.
Kurz erklärt
Stand: 8. Oktober 2026Das KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) teilt den Aktienkurs durch den Buchwert je Aktie, also das bilanzielle Eigenkapital pro Aktie. Ein KBV unter 1 bedeutet, dass die Börse das Unternehmen niedriger bewertet als sein Eigenkapital. Das kann günstig sein, hat aber oft Gründe. Aussagekräftig ist das KBV vor allem bei Banken, Versicherern und Industriefirmen.
Das KBV teilt den Kurs einer Aktie durch den Buchwert je Aktie. Der Buchwert ist grob das Eigenkapital laut Bilanz, also Vermögen minus Schulden. Wie gut ein Unternehmen damit dasteht, zeigt die Eigenkapitalquote.
Ein KBV unter 1 heißt: Die Börse bewertet die Firma niedriger als ihr Eigenkapital. Das kann ein Schnäppchen sein, oft steckt aber ein Grund dahinter, etwa schwache Gewinne. Banken und Versicherer werden häufig nach KBV verglichen, Software-Firmen kaum, weil ihr Wert kaum in der Bilanz steht. Anleger mit Blick auf Value-Aktien schauen besonders gern auf das KBV.
Beispiel: Eine Aktie kostet 30 €, der Buchwert je Aktie liegt bei 40 €. Das KBV beträgt 0,75. Wie du solche Kennzahlen einordnest, erklärt das Kapitel Wie Kurse entstehen.
Verwandte Begriffe
Stand: 8. Oktober 2026 · Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung.