Payment for Order Flow (PFOF)
Rückvergütungen, die ein Broker vom Handelsplatz für weitergeleitete Kundenorders erhält. In der EU seit Juli 2026 verboten.
Kurz erklärt
Stand: 8. Oktober 2026Payment for Order Flow bedeutet, dass ein Broker vom Handelsplatz eine Provision dafür erhält, dass er Kundenorders dorthin leitet. Das ermöglichte günstige Trades bei Neobrokern, barg aber einen Interessenkonflikt. Die EU hat PFOF verboten, in Deutschland gilt das Verbot seit 1. Juli 2026. Seitdem verdienen Anbieter stärker über Spreads und Gebühren.
Bei Payment for Order Flow leitet ein Broker deine Order an einen bestimmten Handelsplatz und bekommt dafür von diesem eine Provision. So konnten viele Neobroker Trades für 1 € oder ganz ohne Ordergebühr anbieten.
Kritiker sahen einen Interessenkonflikt: Der Broker könnte den Platz wählen, der ihm am meisten zahlt, nicht den mit dem besten Preis für dich. Die EU hat PFOF deshalb verboten, in Deutschland gilt das Verbot seit 1. Juli 2026. Seitdem nutzen Anbieter mehrere Handelsplätze oder eigene Plätze und verdienen stärker über Spreads und Gebühren.
Beispiel: Früher zahlte ein Handelsplatz einem Broker pro Order ein paar Cent bis Euro. Heute zählt beim Vergleich umso mehr der Gesamtpreis aus Gebühr und Spread.
Verwandte Begriffe
Quellen
Stand: 8. Oktober 2026 · Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung.